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27. Juli 2015

24h MTB - Rad am Ring 2015

Mit dem Glauben auf alles Erdenkliche vorbereitet zu sein, ging es Freitag Mittag mit einem zweiköpfigem Betreuerteam los in Richtung Nürburgring, um diesen gegen halb neun am Abend zu erreichen. Die Tragödie hatte bereits ihren Lauf genommen, als am Donnerstag festgestellt wurde, dass ein trockener Platz in der Boxengasse aufgrund eines Missverständnisses verwehrt blieb, sodass nun ein kleiner Pavillon auf der zugewiesenen Parzelle direkt an der Strecke aufgebaut wurde, anstatt die umfunktionierte Boxengasse zu beziehen. Stolz darüber, diesen noch vor dem herannahendem Sturm aufgebaut zu haben, musste das gute Stück genauso schnell wieder abgebaut werden, um nicht vom herüberziehenden Wetter gleich zurück in den Harz befördert zu werden. Obdachlos im Regen stehend wurde man nun jedoch schnell bei Teamkollege Manuel aufgenommen, der mit einem Rennrad-Viererteam auch den Weg bis zum Start am Nürburgring schaffen wollte. An Leitplanken festgegurtet und mit tiefen Ankern im Boden fixiert hielt Manuels massiver Pavillon dem Sturm über Nacht besser stand und musste erst am nächsten Mittag mit sechspersoniger Kraft festgehalten werden, als Windböen der stärkeren Sorte die nächsten Teams am Nürburgring in die Flucht schlugen und den Start weiter in den Nachmittag verschieben ließen. Der Weg bis zum Start war, wenn auch ziemlich unterkühlt, geschafft, als dieser um 20:05 Uhr fast sieben Stunden nach der offiziellen Ausschreibung doch noch erfolgte und das 24H MTB Rennen direkt in die Nacht hinein gestartet wurde. Der Rhythmus war schnell gefunden, das Betreuerteam arbeitete sehr gut und mit guter Form wurde nach mehreren Rennstunden die Führung der Einzelstarter übernommen. Muskulär lief es sehr gut und auch konnte die Runde ohne Risiko selbst an den technischen Stellen komplett fahrend sicher genommen werden. Gegen Mitternacht schlichen sich nun leider starke Schmerzen im rechten Knie ein und mehrmals schlief das linke Bein ein, was im Nachhinein der immer kühler werdenden Nacht, sowie dem langen herumsitzen in der Kälte in der Vorbereitung zuzuschreiben war. Dem Problem mit Wärmesalbe und Regenjacke entgegengewirkt, führten eine Runde später starke Kopfschmerzen und Herzprobleme zu einer Entscheidung der Vernunft. Ein DNF auf der Ultralangstrecke zu entscheiden ist sicher nie einfach und so war es auch hier schwer zu entscheiden, das Rennen mit dem völlig unterkühlten Körper abzubrechen, auch wenn Puls und Rundenzeiten noch immer gut waren und der Vorsprung auf Platz zwei schon acht Minuten betrug. Klar war, dass die Temperaturen in der Nacht weiter abfallen würden und dass es ein quälerischer Kampf gegen die Knochen geworden wäre, das Rennen zu Ende zu fahren. Im Hinblick auf den finanziell und sportlich viel wertvolleren Saisonhöhepunkt in einigen Wochen wäre es nicht tragbar gewesen, sich den Körper kaputt zu fahren, um mit Brechen und Würgen ein gutes Ergebnis abzuliefern und im Nachhinein die Saison vorzeitig beenden zu müssen. Die Ergebnisse der letzten Rennen sind sehr zufriedenstellend und somit ist die Entscheidung sicher gerechtfertigt, wenn es nächstes Wochenende im Viererteam beim 24H-Rennen in Duisburg wieder bergauf geht und zwei Wochen später die Beendigung des 18. Superbrevet Paris-Brest-Paris mit über 1200 Kilometern Länge zu Buche schlägt. Ein großer Dank geht an das Betreuerteam um Silvio Krosch und Marieke Moritz, sowie an Protective für die Unterstützung beim Startplatz !! :)
 

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