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21. August 2016

Race around Austria Challenge 2016

Am Ende der Saison sollte die Race around Austria Challenge das dritte Highlight bilden. Wie schon so oft betont war es eine sehr harte Saison mit Höhen, Tiefen, großen Erfolgen und verzweifelten Kämpfen. Es war ungewiss, ob die 560 Kilometer lange Strecke mit 6500 Höhenmetern schaffbar ist oder eher nicht, jedoch versprach ein unverbesserlicher Optimismus, auch noch diese letzte Herausforderung zu packen. So war es, dass am Dienstag den 9. August das vorbereitete dreiköpfige Team mit einem von Klausis Autovermietung gestellten Begleitfahrzeug im österreichischen St. Georgen im Attergau auf dem Hotelparkplatz stand und die letzten Vorbereitungen auf das Rennen liefen. Blinkende Rundumlichter, dreifarbiges reflektierendes Klebeband und ordnungsgemäßes fest am Fahrrad installiertes Lupine Licht wurden nebst Autobeklebungen vom Veranstalter abgenommen und auf Anhieb für korrekt empfunden. Gut ausgeschlafen, ausreichend genährt und passend bekleidet wurde der Weg zum Start am Mittwoch Nachmittag angetreten. Um 14:46 Uhr ging es nunmehr im Einzelstart von der Hauptbühne auf die Strecke und es regnete. Schnell fand das Team sich in die Navigation mit Roadbook durch die vielen Abzweige der Strecke ein und es lief gut. Einige der bereits gestarteten Einzelstarter wurden schnell eingeholt, die Ernährung über Flüssignahrung funktionierte gut und in regelmäßigen Abständen wurden Trinkflaschen aus dem Teamfahrzeug eingereicht. Einzig das miserable Wetter entwickelte sich zum schlechten und es gab neben permanent nassen Straßen auch einen heftigen Schauer, der das Wasser von oben in die Wasserdichten Socken laufen ließ. Die ersten hundert Kilometer waren auf weitestgehend flachen Straßen mit einigen Hügeln gefahren und die ersten wirklichen Anstiege standen an. Ein Schild mit der Aufschrift 16% läutete die Fahrt über Oberösterreichs Hügelketten ein und die vielen an der Strecke verteilten Zuschauer wurden mehr. Bis hierhin lief es gut, aber ab hier begannen auch Probleme mit Kälteresistenz, Fußschmerzen und eingeschlafenen Händen. Die Motivation war groß, bisher hatten nur drei später gestartete Teilnehmer überholt und um das Renngeschehen stand es gut. Bei ungefähr 130 Kilometern war die Donau erreicht und der erste Stopp zum Austreten stand an. Neben dem imposanten Gewässer fahrend, ging im Hintergrund die Sonne unter, die Lupine Lichter wurden gezündet und das Fahren entspannter, weil die ständigen Abzweige nicht mehr vorhanden waren und folglich nicht ständig navigiert werden musste. In die Nacht hineinfahrend wurde es immer kälter und starke Schwierigkeiten begannen ihren Lauf zu nehmen. Nach ungefähr 150 gefahrenen Kilometern ging es in den Anstieg, an dem das Drama seinen Lauf nehmen sollte. Im Team kämpften alle mit gegen immer stärker werdende Probleme und Anfeuerungen aus dem Teamfahrzeug trieben den Berg hoch. Dennoch musste bald mit stark abfallenden Pulswerten ein Stopp her, es wurde kurz getrunken und es ging weiter. Die Motivation war groß, ebenso die Verzweiflung und der nächste Stopp musste her. Starke Kopfschmerzen im Bereich der Nebenhöhlen, Probleme mit einem schmerzenden linken Fuß und eingeschlafene Hände waren der Anfang. Es ging nochmal weiter - unerbitterlich. Der Körper fühlte sich schwach und krank an, die Beine gut. Die Körpertemperatur schwankte hin und her zwischen warm und kalt. Schließlich kam es nach 160 gefahrenen Kilometern zum letzten Stopp und unter starker Verzweiflung musste im Team nach zwei DNF's bei letzteren Rennen der dritte entschieden werden, schon recht früh in einem schweren Rennen. Diese Entscheidung war bitter und dennoch richtig, denn die Rückfahrt nach Deutschland war trotz des komfortablen Teamfahrzeugs unbequem. Ein im Körper sitzender Infekt war wahrscheinlich der Hauptgrund und dann kam wahrscheinlich noch alles zusammen, was nicht zusammen kommen sollte. Es ist einerseits Schade, dass die sehr erfolgreiche Saison so ein Ende nehmen musste, andererseits ist es Lehre, Ansporn und Motivation zugleich, im nächsten Jahr alles noch besser zu machen. Es zeigt, dass man mit 20 eben noch nicht 28 ist und alles eine Spur härter ist – es ist aber wie es ist und lässt sich nun nicht mehr ändern. Die Saisonplanung für das nächste Jahr steht schon fest und weiter geht es definitiv. Jetzt ist es an der Zeit, das Fahrrad nur noch so zu bewegen, wie es gut tut und sich von den Belastungen der letzten Monate zu erholen. Einige medizinische Checks stehen an und sicher gibt es bald spannende Neuigkeiten, wohin die Reise im nächsten Jahr geht. Mit ein wenig Abstand auf die bitteren Ausstiege zurückblickend fällt die Bilanz der Saison 2016 äußerst positiv aus. Im Team wird hart daran gearbeitet, des Fehlers Ursachen zu finden, zu lösen und beim nächsten mal zu vermeiden. Es geht weiter – immer weiter !! :)
 

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