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Fritz

Fritz

Wie inzwischen fast jedes Wochenende beginnt, begann auch das letzte mit der Vorbereitung einer Ultralangstrecke, um nunmehr am Donnerstag Morgen über die Autobahn den Weg Richtung Süden anzutreten und die Grenze nach Österreich zu überqueren beziehungsweise am späten Nachmittag die Behausung für die nächsten Tage im Dorfe Bad Goisern zu beziehen. Wie jedes Jahr bereiteten dort hunderte Helfer für verschiedenste Teilnehmer aus aller Welt den Startort des größten Mountainbike Marathons Österreichs mit über 4000 Teilnehmern vor, denen inzwischen eine breite Palette Strecken zur Verfügung steht. Abseits des vielen Trubels wurde jetzt die erste Nacht gut verbracht, um am nächsten Tag in der Masse durch Bikecheck, Startpaketabholung, Warmfahrrunde, Pastaparty und vielem mehr in die nächste Nacht hineinzuschwimmen. Diese zweite Nacht um halb vier Morgens beendet, wurde der Weg in die Startaufstellung für die 211,3 Kilometer lange Extremstrecke zurückgelegt und sich mit Teamkollegen Patrick Wolf und Steffen Hercher auf den stressfreien Teil des Wochenendes konzentriert. Pünktlich um 05:00 Uhr bewegte der Startschuss das 800 Starter große Starterfeld mit verhältnismäßig hohem Tempo in den ersten Anstieg, der auf ungefähre 1400 Meter hinaufführte und einen wunderschönen Sonnenaufgang in den Bergen mit sich brachte. Im Anstieg die Herzfrequenz langsam reduziert und Patricks Hinterrad, sowie die Hinterräder einiger anderer Fahrer ziehen lassend ging es ohne viel Risiko in die erste lange Abfahrt, welche mit der ewigen Wand und schönen Trails Abwechslung in den Tagesstart brachte. Leider fiel schon hier die Kamera aus, sodass das Video zum Bericht leider weniger vom weiteren Rennverlauf zeigt, der nun in einer zweiten größeren Schleife erneut in den ersten Berg führte. Dort den ersten Dextro Energy Riegel in den Magen befördert, zeigte sich neben einem guten Gefühl auch das Wetter von seiner besten Seite und wartete in den Morgenstunden mit warmen Temperaturen auf, denen mit viel Flüssigkeit entgegengewirkt werden musste. Bei Erreichen der dritten Verpflegungsstation war also das erste Nachfüllen der Flaschen unverzichtbar, bevor es ganz gelassen mit konsequenter Gleichmäßigkeit mit ein paar wild umher wippenden Italienern den nächsten Berg hoch ging. Wie schon erwartet, liefen die über 7000 Höhenmeter bergauf um deutliches besser als bergab und ein langer Downhill mit rechtsseitigem Felsabgrund zog sich somit deutlich länger hin, als bei so manch anderem Fahrer. Wenn auch alles fahrbar war, wurde das Rad auch mal getragen, um nicht wie ein anderer Fahrer vor einigen Jahren in den sicheren Tod zu fallen. Die am vorangegangenen Anstieg distanzierten Italiener überholten und zeigten dann im nächsten Anstieg, wie viel Zeit man mit unregelmäßigem Tempo in den steilen Steigungen verlieren kann, was die schwache Leistung der letzten Bergabfahrt wieder halbwegs relativierte. Bevor es bergab einer weiteren Verpflegung entgegen ging, war nicht nur das erste Drittel geschafft, sondern auch ein paar Kekse verspeist. Anschließend traf im nächsten Anstieg die Strecke A auf die Strecke B, die zu diesem Zeitpunkt vorwiegend Fahrer mit langsamem Tempo mitbrachte und auch im Downhill eher weniger begabte Fahrstile vorführte. Plötzlich kam man also um ein risikoarmes Fahren gar nicht mehr herum, wenn man sich nicht auch im Trail anstellen wollte, um sich die Auto-Stopp Funksprüche von Fitnessapps in verschiedensten Sprachen anzuhören. Verlassen von Fahrern, die mitten in der Abfahrt beschlossen ihre verlorengegangenen Flaschen doch noch einsammeln zu müssen ging es nach der zweiten Durchfahrung der ewigen Wand wieder ausschließlich mit den hochgelobten Fahrern der A-Strecke weiter in den nächsten Anstieg, der gefühlt Lichtjahre hinter gleichstarker Konkurrenz angetreten wurde, weil man nach dem Start nicht überziehen wollte. Den folgenden technischen Downhill doch trotz seiner schwierigen Stellen komplett fahrend genommen und in der folgenden flachen Übergangspassage zum berüchtigten Salzberganstieg den Puls hoch haltend, ging die Rechnung nach knappen 150 Kilometern doch überraschend auf und mit gutem Gefühl konnten einige Fahrer eingeholt werden, die sonst ihre Rennen eine Klasse höher beenden. Es fühlte sich fast schon so an, wie als hätte das Warmfahren gerade seine Beendigung gefunden, als Teamkollege Patrick Wolf an der letzten Verpflegung vor dem Mörderanstieg auf den Salzberg parat stand und nicht wie einst angenommen eine Stunde weiter vorne lag. Mit großer Freude ging es zusammen in die Spitzkehren des Berges, um nach und nach voller Freude die vor vielen Stunden geflüchteten Fahrer zu stellen und schließlich in brüllender Hitze kurz vor der Komagrenze kämpfend in die fragwürdig steile Asphaltstraße auf den Berg einzutauchen, die ein Auto wahrscheinlich nur mit einer Seilwinde befahren kann. Mit kurzzeitiger Schwärze vor den Augen ging es weiter in die kurze Abfahrt zur Verpflegungsstation mit Trinkstopp, bevor immer noch zu zweit mit gleichmäßigem Tempo gleich der nächste Anstieg auf eine Höhe von 1500 Metern in der brütenden Hitze hochgekurbelt wurde, um dann in der folgenden langen Abfahrt ohne Risiko wieder einige erkämpfte Plätze zu verlieren. Die 7049 Höhenmeter fast geschafft, funktionierte das Fahren mit Teamkollege Patrick fast schon in Perfektion, sodass die Top 50 nach dem letzten langen Anstieg eben genauso wie das Ziel zum Greifen nah waren und nur noch dreißig verhältnismäßig flache Kilometer fehlten, auf denen nunmehr durch risikoarmes Fahren noch einige Plätze liegen gelassen wurden, um nach 12:19:57 Stunden zu Zweit auf Platz 56 gesamt, sowie Platz 14 der Herren Elite Kategorie durchs Ziel der 211,3 Kilometer langen Strecke zu rauschen. Die Erstteilnahme an der Extremstrecke lief mit viel Spaß nahezu perfekt und das auch wenn bergab viel Zeit verloren wurde. Mit Teamkollegen Steffen Hercher (Rang 216/ 14:18:02 Stunden) und Patrick wurde der dritte Platz in der Teamwertung belegt und am späten Abend mit Sektdusche auf dem Podium der Salzkammergut MTB Trophy 2015 gefeiert, bevor es mit dem großen Erfolg am Sonntag über einen Besuch bei der Challenge in Roth zurück nach Hause ging !! :)
 

Goslarsche Zeitung vom 09.07.2015 mit kleinem Bericht über das '2much4you 24H Rennen 2015' !! :)
 

08. Juli 2015

08.07.2015

Richtung Süden geht es morgen, um am Samstag den Start bei Österreichs größtem Mountainbike Marathon zelebrieren zu können. Mit der berühmten Extremstrecke über 211,3 Kilometer und 7049 Höhenmeter startet um 05:00 Uhr morgens ein harter Samstag, denn anders als auf dem Rennrad sind 7049 Höhenmeter nicht nur bergauf eine Hausnummer, sondern auch bergab kein Zuckerschlecken. Gefahren wird auf dem über 200 Kilometer langen Kurs gegen 800 internationale Teilnehmer, wobei es zweimal durch die ewige Wand geht und einmal über den Salzberg, der nach 150 Kilometern noch einmal ordentliche Steigungn zu bieten hat. Ziel ist in Bad Goisern und soll der Erstteilnahme an der Langdistanz geschuldet vorerst im vorderen Drittel erreicht werden !! :)
 

Was man so alles für ein 24H Rennen braucht, wurde im Laufe der sehr warmen ersten Juliwoche vorbereitet, eingepackt und Freitag Morgen zu Teamkollege Manuel Eichhorn abtransportiert, um nach einer staureichen Überfahrt im Wohnmobil am Freitag Abend den Kurort Oybin im Zittauer Gebirge zu erreichen. Dort das zu Hause für die nächsten beiden Tage errichtet, ging es zu Fuß weiter in einen der östlichsten Zipfel der deutschen Lande. Im Viererteam mit Patrick Wolf, Mike Wolf und Manuel Eichhorn zusammen wurde nicht nur die Taktik für das Rennen besprochen, sondern auch was wohl die Versicherung sagen würde, wenn man beim Stürzen im schweren Downhill hinter dem Grenzstein auf tschechischen Boden landet. Zurück in der Wohnmobil-Pavillon Kombi ging es mit Sportlers Speisen gefüllt zur Übernachtung über, um am nächsten Morgen mit einer provisorischen Dusche, den letzten Vorbereitungen und einer gefahrenen Runde den weiteren Weg bis zum Start zurückzulegen. Dieser erfolgte pünktlich zum 12 Uhr Schlag in sengender Mittagshitze von 36°Celsius durch Manuel, welchem Patrick und Mike mit jeweils zwei Runden folgten, bevor man selbst die ersten beiden schnellen Runden drehte. In den Top 3 fahrend wurde nach einigen Rennstunden die Aufgabe des führendes Teams übernommen, um nunmehr das Tempo auf dem 5,1 Kilometer langen Rundkurs mit rund 150 Höhenmetern vorzugeben. Runde um Runde zog sich ein langer Nachmittag in der Hitze hin, bis der Abend mit einem Reifendefekt eingeläutet wurde, der ungefähr zehn wertvolle Minuten und die Führung kostete. Zu voller Zufriedenheit verrichtete im Team jeder seine Arbeiten, sodass mit einem Taktikwechsel auf eine Einrundentaktik kurz nach Einführung der Lichtpflicht die Verfolgerrolle wieder abgegeben werden konnte. Die Temperaturen kletterten mit ungefähr 20°Celsius in die Nacht hinab, was immer noch allen zu schaffen machte, vielmehr aber den gegnerischen Teams, denen nun im Rundentakt je eine Minute Rückstand aufgedrückt werden konnte. Bergauf lief es bei allen gut, bergab kamen selbst in der Dunkelheit alle gut mit den Abfahrten klar, die das Rennen zu Deutschlands härtestem 24H Rennen machen sollten. Die Einrundentaktik bedeutete nicht nur kurze schnelle Einsätze auf der Strecke, sondern half auch mit den verkürzten Pausen zwischen den Nachfahrten den Kampf gegen die Müdigkeit einzudämmen. Durch nächtliche Warmfahrrituale auf der Rolle wurde schließlich im Morgengrauen die Überrundung zum Verfolgertrupp im Anstieg eingesprintet, um den Vorsprung noch weiter auszubauen. Den Clown auf dem Platze gebend marschierte man selbst als gute Laune König zwischen Wechselzone und Wohnmobil herum, sodass alle mental auf Höhe blieben und einem Sieg schon bald nichts mehr im Wege hätte stehen können, als ein Sturz oder ein Defekt. Spannend wurde es so, als Patrick einen weiteren Platten bekam, der zum Glück erst während der Einsatzpause im Fahrerlager entstand und Manuel aufgrund von Problemen mit der Morgenhitze eine Runde aussetzen musste. Wenn aber im Hintergrund noch mit jenen kleinen Problemen zu kämpfen war, lief es auf der Strecke gut und die zweite Überrundung war eingefahren, bis das Gegenertum im Kampfe um Platz zwei nochmals aufdrehte.
Brav vollendete jeder seine starke letzte Runde, um kurz vor knapp um 12:00 Uhr noch in die finale 99te Runde einbiegen zu können. Diese im einsetzenden Gewitterregen auf Nummer sicher beendet, war nach 24:14:36 Stunden, 504,9 Kilometern und 14.850 Höhenmetern im Viererteam mit dem Sieg und dem Team mit den meisten Runden überhaupt ein Top Resultat eingefahren, was auf auf einer langen Rückfahrt Richtung Harz im Stau hochgefeiert werden konnte. Trotz der heftigen Hitze, sowie der schweren Strecke hat es viel Spaß gemacht und ein großer Dank geht an die beiden Betreuer. Nächstes Wochenende geht es bei Österreichs größtem Mountainbike Marathon mit der berühmten Extremstrecke über 211,3 Kilometer und 7049 Höhenmeter in Bad Goisern weiter !! :)
 

03. Juli 2015

Saisonstart 2015

Heftige Hitze begleitet morgen um 12:00 Uhr in Oybin den Start in die Wettkampfsaison 2015. Im Viererteam soll bei Deutschlands härtestem 24h Mountainbike Rennen im Zittauer Gebirge auf Sieg gefahren werden. Bei einer Rundenlänge von 5,1 Kilometern stehen 150 Höhenmeter auf dem Programm, wobei mit der Angst vor Knieproblemen an den Start gegangen wird. Die Beine sind nach dem Ultralauf der letzten Woche trotzalledem ansonsten gut erholt und die frisch durch den Service geschickte Lupine Lampe fit für die Nacht. Ein starkes Team der Bad Bikers ist mit guter Betreuung bereit und freut sich auf ein warmes Rennen !! :)
 

28. Juni 2015

Nepallauf 2015

Im Verlaufe der letzten Wochen ein paar kleine Sponsoren gefunden, die Erfahrungsschublade Ultralauf hervorgeholt und die Tasche gepackt ging es Freitag Mittag im lockeren Stil rund zweieinhalb Stunden nach dem Start im Laufschritt auf die erste Runde des 3. Nepallaufs in Clausthal-Zellerfeld. Das Wetter präsentierte sich mit schwüler Wärme und trockener Luft über der 400 Meter langen Runde, welche eine Tartanbahn und eine kurze steile Bergabkurve gefolgt von einer abfallenden Rasengerade auf einen Rasensportplatz bis hin zu einem kurzen steilen Wiesenanstieg zurück über Asphalt ihr Eigen nennen konnte. Den abwechslungsreichen Untergrund die ersten dreißig Runden warmgelaufen, folgte die erste kleine Pause in der schon einmal provisorisch mächtig Heilsalbe für die anstehenden Blasen an den Füßen verlegt wurde. Weiter lief es bis Runde 60 gut voran und eine weitere kleine Pause mit schmaler Speise folgte. Nur rund zehn Runden später schlug nun das erste Tief ein, welches wahrscheinlich einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr verschuldet war und deshalb erst einmal mit einem ordentlichen Dextro Energy Cocktail weggespült wurde. Wenn auch nur sehr langsam,  ging es nach zwei durstigen Runden im schleppenden Tempo mit dem Laufen weiter, um unbedingt ohne weitere Pause Runde einhundert zu erreichen. Das fehlende Lauftraining zeigte sich früh, sodass schon vor Erreichen der einhundertsten Runde jeder Schritt des noch jungen Laufs zu schmerzen begann. Dennoch ausschließlich mit Laufen bis Runde 100 vorgekämpft, wurde die erste hart ersehnte Pause eingelegt, in der das Verspeisen von Eiscreme und das Anlegen eines Tapes nicht fehlen durften. Mit den ersten Runden im Gehen ging es in den späten Abend, der langsam kühlere Luft herbeibrachte und durch die Jahreszeit ziemlich spät in die Dunkelheit überging. Voll auf das neue Ziel Runde 150 ohne größere Pause zu erreichen fokussiert, war an Laufen kaum noch zu Denken, denn die Radfahrerbeine waren schon längst alles Andere als locker und wollten selbst im Gehtempo einzig und allein unter Qualen bewegt werden. Die Steigungen der Runde bergauf und bergab nehmend ging es auch sonst bergauf und bergab, sodass die ersten kurzen Powernaps schon recht früh genommen werden mussten, um überhaupt weiter in die Nacht vorrücken zu können. In tiefer Dunkelheit wurde Runde 150 Nachts gegen zwei Uhr erreicht, um Körper und Geist vor dem anstehenden Kampf gegen die Müdigkeit die vierte kurze Pause mit Speis und Trank zu gönnen. Zurück auf den von Scheinwerfen beleuchteten Rundkurs gekrochen, ging es weiter und die Rundenzeiten näherten sich den Umständen entsprechend wieder annehmbaren Zeiten. Der Plan die Müdigkeit ohne Bekämpfung mit Koffein auf einem Level zu halten ging auf, sodass kaum Sekundenschlaf eingriff und der Puls sich stabil im Spaziergängerniveau einpendelte. Einziges Problem waren die völlig verkaterten Beine, die nach weiteren knappen zweieinhalb Stunden den Weg zur nächsten kurzen Pause bei Runde 175 geschafft hatten. Vor Müdigkeit fast vom Stuhl gekippt ging es weiter auf die nächsten 25 einsamen Runden, die jetzt von Kälte und einsetzendem Regen geprägt waren. Den nächtlichen Dauerspaziergang mit Musik untermauert schien der mentale Kampf gegen Nacht und Beine nun aber bald fast geschlagen zu sein und es lief den Umständen entsprechend gut. Der Regen behielt überschaubare Ausmaße bei, sodass schon bald wieder ein paar Teile der Runden mit Laufen bewältigt werden konnten. Aus alten Zeiten wissend, dass es nach dem Morgen wieder mit dem Laufen gehen würde, wurde bei Runde 200 eine weitere Pause eingelegt, die nach ungefähr zwanzig Minuten durch den acht Uhr Schlag beendet wurde. Den anschließend sehr schweren Weg auf die Strecke zurückgelegt, setzte Starkregen ein, der diese völlig aufweichen ließ. Endlich wieder mehr als zwei Personen auf der Strecke, stellte deren nasse Bergabkurve nun ein echtes Hinderniss gegen die völlig zerstörten Beine dar. Ankämpfend gegen die kalte Luft und die in die Schuhe drückenden dicken Regentropfen begann ein echter Kampf gegen Wetter, Müdigkeit und die körperlichen Qualen. Wieder und wieder mussten kurze Powernaps her, der Körper war nicht mehr warm zu kriegen und an Laufen war plötzlich kaum noch zu denken. Vergeblich folgten längere Pausen mit anschließenden Versuchen trotz des starken Regens wieder in Gang zu kommen, doch alles half nichts. Nachdem der Regen ein letztes mal mit Regenschirm und neuen Klamotten bekämpft werden wollte, musste in der Hälfte der 218ten Runde stehend, völlig entkräftet gegen halb elf am Morgen der Lauf aufgegeben werden. Das eigene Körpergewicht kaum noch tragen könnend, wurden 27 Minuten für die ersten 200 Meter der letzten Runde benötigt. Trotz des verzweifelten Kampfes sind 217 Runden ohne Lauftraining eine sehr zufriedenstellende Leistung und ganz davon abgesehen der neue Streckenrekord. Hoffend etwas Gutes für die Erdbebenopfer in Nepal erreicht zu haben, gilt der Dank allen, die die Eigene Quälerei so gut unterstützt haben und den Sponsoren, die nun für die erlaufenen Runden spenden dürfen. Nachdem der wohl oder übel sehr tief sitzende Muskelkater ausgetrieben ist, geht es nächstes Wochenende in mit dem härtesten 24H MTB Rennen Deutschlands in die Wettkampfsaison 2015 !! :)
 

25. Juni 2015

24h für Nepal

Mit schlechten Vorraussetzungen für einen guten Zweck soll der Start bei einem Sponsorenlauf 2015 nicht fehlen. Morgen ab 12:00 Uhr startet in Clausthal-Zellerfeld der dritte Nepallauf, bei dem ein Sponsor pro gelaufener Runde einen Betrag für die Erdbebenopfer in Nepal spendet. Die Suche eines Sponsors gestaltete sich schwierig, mit dem Lauftraining sieht es derzeit eher mäßig aus und die Wetteraussichten versprechen wenig Sonne bei viel Regen. Trotzdem wird sich an den 24 Stunden probiert, denn solch lange Läufe in der Jugend schon lange studiert, wird guter Hoffnung sicherlich trotzdem etwas für Nepal dafür rumkommen !! :)
 

17. Juni 2015

Lupine Athlete

Maximale Leistung bei minimaler Größe und minimales Gewicht bei maximaler Helligkeit perfektionieren eine Lampe von Lupine für Wettkämpfe und Sport im Dunkeln. In die Wettkampfsaison nach dem Abitur wird bald als Lupine Athlete gestartet !! :)
 

Goslarsche Zeitung vom 18.06.2015 mit Vorbericht über das Projekt 'Paris-Brest-Paris 2015' im Sommer 2015 !! :)
 

Zwei Wochen nach dem 400 Kilometer Brevet stand mit dem „ARA Ostfalenbrevet 600“ erneut ein langes hartes Wochenende bevor. Alles vorbereitet ging es Freitag Abend als Fahrgast öffentlicher Verkehrsmittel Richtung Norddeutschland, um dort bei einem anderen netten Brevetfahrer näher am Startort gelegen zu übernachten. Der nächste Morgen begann mit dem auskundschaften diverser Wetterberichte, die mit sehr warmem Wetter in Verbindung mit viel Regen sehr schwer einzuschätzen waren. Beschlossen mit welchen Stoffen die komplizierte Wetterlage am besten in den Griff bekommen werden konnte, wurde der Weg zum nächsten geschlossenen Schienenfahrzeug per Rad in Angriff genommen, um schon bald den Startort zu erreichen. Dort angekommen erfolgte um 08:40 Uhr in der dritten Startgruppe der Start auf die über 630 Kilometer lange Strecke mit 3757 Höhenmetern. Gleich nach dem Start machte die eigene Navigation mit ausschließlicher Routenführung nach Himmelsrichtung ordentlich Probleme und ließ leider nur das Fahren in der Gruppe zu. Die Strecke ging wie bei Paris-Brest-Paris einmal ans Meer und zurück, einzig und allein mit dem Unterschied, dass der Weg zum Meer in Norddeutschland nicht so viele Höhenmeter hat und deshalb zur Gruppenbildung einlädt. Eine Gruppe ohne Navigationsprobleme war also schnell gefunden und natürlich fast vergessen, die Strecke zum Meer war ja auch über 600 Kilometer kürzer als die in Frankreich. Sicherlich waren es nur ein geschlossener Bahnübergang und die Elbfähre nach der ersten Kontrolle, die es nicht ermöglichten eine aus den ersten beiden Startgruppen gestartete Gruppe in der folgenden Aufholjagd zu stellen. Wie bereits erwartet hatte sich das Wetter nach der Fährüberfahrt bei Kilometer 130 mit schwüler warmer Luft und bewölktem Himmel zu der perfekten Mischung für Gewitter entwickelt, sodass ein wunderbares Regengebiet noch schneller war, als die schnelle Gruppe aus Startgruppe 1. Vom Wasser erfasst folgte ein lang andauerndes Regengebiet der nun fünfköpfigen eigenen Gruppe über mehrere Stunden hinweg bis weit hinter die zweite Kontrolle bei Kilometer 177. Es war nicht die Gruppe Schuld, die die Gesamtzeit des Brevets am Ende über die vorgenommenen 24 Stunden anstiegen ließ, sondern die Pausen. Mit einem 32er Schnitt an der nördlichsten Kontrolle bei Kilometer 290 einfahrend, stand für die Gruppe fest, dass ein Souvenir aus dem Meeresort im Magen nicht fehlen darf und somit drückte die erste lange Pause einen dicken Rückstand in die Gesamtzeit. Auch denkt man bei einem Brevet zum Meer in der theoretischen Vorbereitung an ein schönes Bild vom Strand aufs Wasser. In der Praxis findet man sich im über vier Stunden andauernden Regen wieder und verliert jegliche Motivation eine Kamera zu bedienen, weshalb das zum Brevet gehörige Video dieses mal leider auch mehr Straße als Landschaft zeigt. Den Rückweg nach Süden angetreten regnete es also bis in die tiefe Dunkelheit weiter, was zu diesem Zeitpunkt kaum als störend empfunden wurde. Vielmehr als störend empfunden stockte ein platter Vorderreifen wieder einiges an Zeit im Pausenkonto auf, machte anschließend allerdings keine Probleme mehr. Den ganzen Tag auf dem Rad gesessen, hielt man Halluzinationen nun nicht mehr für ausgeschlossen, jedoch stellte sich mit Anblick zweier schockierter Gesichter der verbliebenen Gruppe des Nachts um eins mitten im Walde heraus, dass eine mit nassen Haaren und Schlafanzug am Straßenrand stehende Frau nicht nur eine Einbildung war. Vom Schreck erholt wurde die nächste Kontrolltankstelle mit anschließender Pause in einem nahe gelegenen Burgerrestaurant bald erreicht, um noch mehr Pausenzeit zu verbraten. Im weiteren Verlauf der nächtlichen Radfahrt griff die Müdigkeit in der Gruppe als erstes einen selbst an, sodass eine Lösung im Kampf gegen den Sekundenschlaf dringend aus der Erfahrungsschublade hervorgeholt werden musste. Mit zweiminütigen Powernaps war das Problem im 20-Kilometer Abstand schnell unter Kontrolle gebracht, bis Nachts um vier schon relativ früh die Helligkeit zwischen den Bäumen hervorkroch. Ein paar Kopfsteinpflasterpassagen später erwischte die Müdigkeit trotz des werdenden Tages den Rest der treuen Gruppe, sodass eine Bushaltestelle als Übernachtungsgelegenheit herhalten musste. Die Bushaltestelle eine knappe halbe Stunde Probe gelegen, ging es weiter in den Tag, der die aufgehende Sonne leider nur im Rücken zeigte. Alle Motivationen nach der langen problemreichen Nacht plötzlich wieder vereint, wurde sich nach 480 Kilometern an einem flachen Anstieg schlussendlich von der hier langsam werdenden Gruppe abgesetzt, um doch noch was aus den bisher mehr schlecht als recht laufenden 630 Kilometern rauszuholen. Nach Erreichen der nächsten Kontrolltankstelle wurde kurze Zeit später die alleinige Weiterfahrt durch das altbekannte Problem der Navigation gestoppt. Auf das Fahren mit der Papiernavigation umgestellt, ging es aber langsam weiter. Langsam deshalb, weil doch noch das ein oder andere kleine Schläfchen auf dem Lenker nötig war, um die Zieleinfahrt nicht in den Krankenwagen zu verlegen. Trotzalledem lief die Weiterfahrt ohne Gruppe gut und nachdem die Elbe bald zum zweiten mal überquert war, wurde auch schon die sehnsüchtig erwartete letzte Kontrolltankstelle erreicht, wo nochmal Eis gefressen wurde wie man es sonst niemals tut. Gestärkt und von aller Müdigkeit verlassen ging es auf die letzten 57 Kilometer mit reichlich Gegenwind, um noch einmal alles Verlorene rauszuholen. Die letzten Navigationsprobleme ausgekontert, die letzten kleinen Anstiege hochgestampft und mit voller Kraft vorraus wurde kurz nach dem zwölf Uhr Schlag das Ziel erreicht, was eine Zeit von über 27 Stunden bedeutet.
630 Kilometer war die bisher längste am Stück zurückgelegte Distanz und mit bestem Gefühl im Ziel kann Paris-Brest-Paris 2015 ohne die vielen Problemchen unterwegs sicher mit einer besseren Zeit beendet werden. Das Projekt Paris-Brest-Paris 2015 möchte etwas werden und freut sich, Dir als Unterstützer unter https://www.fairplaid.org/1200-kilometer-fuer-inklusion ein paar Gegenleistungen anbieten zu dürfen. Mit dem erfahrenen Titel des "Superrandonneur" im Alter von 19 Jahren geht es bald in die Radsportwettkampfsaison 2015 !! :)
 

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