Immer mit der Ruhe
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WELCOME TO GERMANY

Es gibt viele Ultra-Radrennen. Die Bewältigung der meist tagelangen Strecken quer durch die Welt erfordert vor allem konsequente Vorbereitung, Geduld und den Glauben an das Ziel. Die Wahl des richtigen Ziels entscheidet darüber, wie der Weg zum Ziel aussieht. Der Weg zum Ziel ist meist nicht der, den man sich in seinen Träumen wünscht. Hingabe, Leidenschaft und Einsatz führen einen zum Ziel - Die Größe der Herausforderungen jedoch bestimmt, wie der Weg zum Ziel wirklich aussieht. Meist besteht der echte Weg zum Ziel dann doch aus Rückschlägen, Absagen und 2017 aus einem nicht ausreichendem Budget, um am großen Race around Ireland teilnehmen zu können. Das ist bitter, mag man sagen. Manchmal muss man die Segel drehen, wenn sich der Wind ändert. So viel Emotion, Freude und Spaß wie bereits jetzt schon auf dem Weg zu einem neuen Projekt geflossen ist, motiviert dazu immer weiter zu machen. Das neue Ziel verdient Ende August 2017 mit 3.300 Kilometern Länge und 23.000 Höhenmetern eben so viel Respekt, wie das alte und es hat gleich mehrere Einzigartigkeiten: Es geht darum, das Heimatland einmal komplett zu umrunden. Das Rennen ist eine offizielle Veranstaltung, die jedoch erst zwei Teilnehmer in den letzten Jahren beenden konnten. Im Alter von 21 Jahren der dritte zu sein ist ein Traum, der erfüllbar scheint. Unterstützt werden kann das Projekt mit einer freiwiligen Spende, erfüllt wird es durch Hoffnung, Zuversicht, Glaube und den Spaß, an dem es nicht fehlt. Filme, Vorträge, Liveticker, Livetracking, Bilder und Berichte wird es auch zu diesem Projekt geben !! :)

  • SympaTec System Partikel Technik
  • Volksbank im Harz
  • Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld
  • Lupine Lighting System
  • SRM Training System
  • Schwalbe Tires
  • Felt Bicycles
  • Protective Bikewear
  • Ceecoach Funksystem
  • Wellnesswirbler
  • Offenes MRT Goslar
  • VGH Geschäftsstelle Reinhold Hasse
  • Baumwipfelpfad Harz
  • Outdoor-Center-Harz
  • Fitnesscenter am Schlagbaum
  • Karl Helpferer
  • Klausis Autovermietung
  • Dextro Energy
  • Trail-Tours-Harz
  • Zweirad Langer
  • Ruhmetal Wohnmobil-Vermietung
  • Robert Roller
  • ARAL Herterich
 

Der größte Fehler, den wir machen können, ist Angst davor zu haben, einen Fehler zu machen.

-  2017, vor dem Race across Germany  -

Fritz

Fritz

Viele benennen das Race around Germany als 'Radtour um Deutschland' oder 'Deutschlandtour auf dem Rad'. Was es jedoch wirklich bedeutet, 3.250 Kilometer auf deutschen Straßen in Rekordzeit zurückzulegen, können sich die meisten nicht vorstellen: Es kostet vor allem eine konsequente lange Vorbereitung, fern ab der normalen Radtour. Die Tour de France 2017 war z.B. 3.540 Kilometer lang und dauerte 23 Tage. Der neue Streckenrekord des Race around Germany liegt bei 7 Tagen 16 Stunden und 53 Minuten. Eine Radtour ist alles andere.Die offizielle Veranstaltung 'Race around Germany' gibt es seit einigen Jahren, als Steigerung zum 1.100 Kilometer langen Race across Germany. Geschafft haben die Strecke allerdings erst wenige und der bisherige Streckenrekord lag bei 7 Tagen 23 Stunden und 30 Minuten. Die 3.250 Kilometer lange Strecke führt einmal entlang der Außengrenzen um Deutschland. Vor allem im südlichen Teil der Strecke sammeln sich 23.000 Höhenmeter an, wogegen im nördlichen Teil eher mehr der Wind und schlechte Straßen die großen Schwierigkeiten sind. Überwiegend verläuft die Strecke auf kleineren Straßen, führt aber durch große Städte meist mitten durch. Herausforderungen für das Team sind die Navigation durch ständige Abbiegungen, ungeplante Baustellen-Umleitungen, Fähren und spontane Radwechsel, wenn mal wieder ein Feldweg zur Schotterpiste wird.In der diesjährigen Ausgabe stand kein zweiter Konkurrent am Start, wodurch allein der Streckenrekord Gegner war. In einem Rennen gegen die Zeit, den eigenen Kopf und die Kilometer war viel Improvisation und Konzentration gefordert. Als in der ersten Nacht samt der sonst immer gut verträglichen Flüssignahrung kaum eine Speise im Magen bleiben wollte, schrieben viele das Rennen schon ab.Es kostete schlussendlich viel Zeit und Mühe feste Speisen im Rennbetrieb zuzubereiten und im Stand zu verzehren, aber das Team hat gekämpft und am Ende den tagelangen Kampf gegen unverträgliche Speisen gewonnen. Das Essen blieb im Magen und jeder noch so absurde Wunsch wurde erfüllt. Eine Kokusnuss war eigentlich nur scherzhaft auf dem Speiseplan gelandet, aber das Team nahm seine Aufgabe ernst. Um halb drei in der Nacht konnte vor lachen keiner mehr, als die Kokusnuss aus dem Fenster des Pacecars angereicht werden sollte.Temperaturwechsel zwischen über 30°C am Tag und weniger als 10°C in der Nacht innerhalb der ersten Tage mögen vielleicht die Ursache für die Unverträglichkeit der Nahrung sein, aber auch ein Sonnenstich oder ein nicht auskurierter Virus. Es ist schwer herauszufinden, was die wirkliche Ursache ist, aber im Rennen gab es eine ganz einfache Lösung. Immer weiter treten.Langeweile kam auf dem Rad selten auf, denn nach und nach kamen neben Essen, Trinken und Akkus tauschen viele weitere Aufgaben hinzu, die es neben dem Radfahren zu bewältigen galt.Das Wetter beim diesjährigen 'Race around Germany' war überwiegend trocken, Tags über warm und Nachts manches mal bitterkalt. Die Nächte sind Ende August schon länger als man es vermuten mag und morgens steht kalter Nebel lange in den Feldern, bevor die Sonne ihre Wärme entfalten kann.Schön sind die Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge dennoch jeden Morgen auf's neue gewesen. Wenn man sich nicht gerade auf's Fahrrad fahren konzentrieren musste, schenkten die Nächte einen klaren Sternenhimmel nach dem anderen und wenn man den ganzen Tag auf dem Rad verbringt, genießt man das Tageslicht ohnehin.Bei über 3.000 Kilometern auf dem Rad summieren sich Pausen schnell mal zu einem Tag auf und somit wurde wie in jedem Rennen versucht Zeit rauszuholen, wo es nur ging. Zähne putzen auf dem Fahrrad gehörte ebenso dazu, wie der ständige Wechsel zwischen dem Zeitfahrrad für die Ebene und dem Bergrad in den Hügeln. Anders als man es vermuten mag wurde auch im Team selten jemandem langweilig.Zum Beispiel mussten Akkus von Licht, Funk, Livetracker, Leistungsmessung und weiteren Geräten ständig voll geladen bleiben.Viele Abläufe mussten vom Rad aus erledigt werden, um eine gute Zeit im Ziel nicht zu gefährden.Wenn die Räder einmal nicht rollten, herschte entweder großer Stress, aber meist wurde dann auch am meisten gelacht. Das Pacecar war vollgepflastert mit Warnhinweisen und Sponsoren, was einige Autofahrer aber trotzdem nicht davon abhielt gefährlich nah zu überholen. Ein paar mal hätte es fast gekracht.Im morgendlichen Berufsverkehr war es vielerorts am gefährlichsten, sich mit der Müdigkeit der Nacht durch den stressigen Strassenverkehr zu kämpfen und Radwege waren ein Segen.Obwohl von außen betrachtet immer schöne Bilder vom Radfahren entstehen und alles leichter aussieht als es ist, war es ganz schön anstrengend. Manches mal ging der Puls in den Abfarten soweit runter, dass es unheimlich wurde. Für den Körper sind die Belastungen enorm und sämtliche Körperfunktionen laufen nicht mehr wie gewohnt. Wenn die Nacht einbrach und es kalt wurde, begann Tag für Tag der Kampf gegen die immer stärker werdende Müdigkeit. Die Meter, die Nachts Powernap für Powernap wieder in die Kälte hinauszugefahren wurden, waren die härtesten, aber auch die, die letztendlich zum Streckenrekord führten. Ging dann morgens die Sonne auf, ging auch das Radfahren wieder viel leichter. Das Pacecar verwandelte sich während des Rennens mehr und mehr zum Basislager auf Rädern. Nach einigen Tagen hingen sämtliche Klamotten zum trocknen und für alle folgenden Abläufe legte das Team routiniert alles fein sortiert bereit.Auch auf dem Fahrrad bekam das Rennen immer mehr an Dynamik zu spüren und anders als sonst, ließen die sonst auftretenden schmerzenden Stellen im Körper sich durch andere Sitzpositionen komfortabel aushalten. Aus der Komfortzone ist man dennoch weit draußen.Beim Schichtwechsel zwischen den Teams musste es schnell gehen, um keine Zeit zu verlieren. Während ein Teil des Teams immer vergeblich die Erholung im Wohnmobil suchte, betreute der andere Teil des Teams im Pacecar. Pauline gewann am Ende den Spitznamen als "Drei-Schichten-Pauline" weil sie einmal einfach drei Schichten im Pacecar durcharbeitete und zwischenzeitlich nicht im Wohnmobil schlief.Für alle war es ein permanenter Kampf gegen den Schlafmangel, leere Fahrzeugtanks, Nahrungsaufnahme und ständige Dynamik. Die Fahrzeuge waren immer in Bewegung, was auch weit über 1.500 Euro verfahrenen Sprit erklärt.Der Ceecoach Funk funktionierte tadellos und stellte die ständige Kommunikation zwischen Sportler und Begleitfahrzeug sicher.Der Kopf ist im Ultracycling entscheidend. Am fünften Tag war klar, dass es möglich ist den Streckenrekord zu brechen und das Rennen wurde erst so richtig eröffnet. Ab Tag fünf herschte ein neues Tempo und weil das Ziel in absehbarer Zeit erreichbar war, wurde schonungslos Gas gegeben.Schlechte Straßen in Brandenburg führten dazu, dass sich ein paar Nerven einklemmten und auch Wochen nach dem Rennen einige Finger und Teile der Füße immer noch eingeschlafen sind.Längere Schlafpausen wurden einfach ausgelassen und innerhalb der letzten Tage nur noch mit wenigen kurzen Powernaps gewirtschaftet.Was sich vermeiden ließ wurde vermieden und zum Beispiel die Hände stanken zum Himmel. Sich die Hände zu waschen hätte jedoch Zeit gekostet.Auch auf Sonnenschutz wurde in den letzten Tagen verzichtet, weil die Klamotten sich Abends dadurch schneller anziehen ließen. Nach dem Rennen war vor allem am Kopf noch viel vom Sonnenbrand zu sehen.Je später die Nächte waren, desto schlimmer stand es um die Müdigkeit. Das Team gab alles, um wach zu halten.Tags über musste das Wohnmobil versorgt werden und für viele blieb geplanter Schlaf aus. Für en Streckenrekord kämpften alle.An mehreren Stellen im Rennen kamen Fans an die Strecke, auch wenn es meist nur von kurzer Dauer war. Es ist unwahrscheinlich was so ein Projekt in einem selbst, aber auch in anderen bewegen kann. Gegen Ende des Rennens ging es meist kilometerlang geradeaus, ohne das irgendetwas großes passierte. Schon ein paar Tage auf dem Rad unterwegs, förderte das die Müdigekt zusätzlich. Gegen Sekundenschlaf kämpften alle erfolgreich an. Als es kilometerlang über Kopfsteinpflaster ging und die Hände mehr und mehr schmerzten, musste improvisiert werden. Hier wurden einfach Haushaltstücher zur Dämpfung um den Lenker gewickelt. Ob das wirklich half, lässt sich nicht genau sagen, aber zumindest war es gut für den Kopf.Halluzinationen beschäftigten den Kopf seit der ersten Nacht. Anders als bei kürzeren Rennen, waren diese jedoch nicht so intensiv und gut zu ertragen.Die Anstrengung hinterlässt trotzdem ihre Spuren und noch Wochen nach dem Rennen wird Nachts davon geträumt, das Ziel bald zu erreichen und immer noch auf dem Rad zu sitzen.Die Kokusnuss war sicher der Lachmoment im Rennen schlechthin. Der stressigste Moment ereignete sich kurz vorm Start, als alles noch drunter und drüber ging. Am Start war vieles noch nicht eingespielt, gefinisht wurde als echtes Team. Am meisten Spaß haben rasante Abfahrten im Lichtschein der Lupine Lampe mitten in der Nacht im Hochschwarzwald gemacht. Anstrengende Momente gab es viele, eine tagelange Berg und Talfahrt vom Hunsrück über die Eifel war besonders hart und die vorletzte Nacht auf Brandenburgs Kleinstraßen glich eher einer Mountainbikestrecke als einer Straße. Der bewegenste Moment war sicher die Durchfahrt von Eisenhüttstadt und Frankfurt an der Oder. Für deutsche Verhältnisse herschten dort undenkbare Zustände zwischen Armut, Geisterstadt-Atmosphäre, Arbeitslosigkeit und grauen Ruinen. Einzig ein paar rechtspopulistische Wahlplakate brachten Farbe in eine alleingelassene Gegend, in denen nur die Straßen schön neu sind. Gegenteilige Landschaften wie auf der Milchpackung fand man in Bayern und im Moseltal.Deutschland ist ein spannendes Land. Es zu umfahren war spannender als man denken mag. Das Radfahren war hart, aber auch das gesamte Projekt zu bewältigen benötigte viel Durchhaltevermögen.Momente wie dieser hier werden noch lange in Erinnerung bleiben. Im Ziel in Chemnitz stand schließlich ein begeisterter Rennleiter, der tagelang über GPS-Tracking und hunderte Telefonate mit dem Team die Einhaltung der Regeln kontrollierte. Zum Streckenrekord von 7 Tagen 16 Stunden und 53 Minuten hat mehr als das Radfahren an sich gehört. Die über ein Jahr lang andauernden Vorbereitungen zum Projekt waren gezeichnet von Rückschlägen, Hindernissen und vielen Menschen, die einfach Nein gesagt haben. Man kann Pläne machen, wie man sich einen Plan macht und dann planen, wie man seinen Plan umsetzt. Um den Weg zum Ziel umzusetzen, muss man jedoch immer wieder neu planen und manchmal auch ungeplantes einfach ohne Plan zum Ende bringen.Vor einem Jahr wurde die Zielsetzung des 'Race around Ireland' angegangen und mit hohem Risiko für viel Geld der Name in die Startliste eingetragen. Über den Winter folgten Vorträge mit schlussendlich über 500 Besuchern in Summe, große Berichte in Europas größtem Mountainbike Magazin und eine lange Suche nach Sponsoren, die schlussendlich ohne großen Erfolg endete. Das Projekt um das 'Race around Ireland' konnte nicht finanziert werden und im Team herrschte Krisenstimmung. Man hätte nach einem erfolgreichen 1.100 Kilometer langen 'Race across Germany' Anfang Juli einfach aufgeben können, alles bereits vorbereitete um ein Jahr nach vorne schieben können und die Saison abstempeln können. Die Segel muss man manchmal drehen, wenn der Wind sich ändert. Die Verwirklichung des 'Race around Germany' war zwar nur Plan B, aber schlussendlich ein guter Weg. Das Projekt hat trotz der im Vergleich zum Irland-Projekt eingesparten Kosten mit einigen Investitionen fast eine fünfstellige Summe gekostet, war aber sicher eine gute Investition in die Zukunft. Es ist schon ein besonderes Gefühl, sich als Sportler und Team fähig zu wissen, über eine Woche auf dem Rad bzw. im Pacecar zu verbringen und dabei über 3.000 Kilometer zurückzulegen. Dazu gehört wie man erlesen kann nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung, das Team, die Sponsoren, Konzepte, Netzwerke, Erfahrung und Talent. Ultracycling ist mehr, als einfach nur lange Radfahren. Ein erfolgreiches Projekt ist das Resultat aus jahrelanger Arbeit, viel Training und Verzicht. Es macht aber auch einen unendlichen Spaß, vor allem wenn man erst 21 Jahre alt ist.Vergessen darf man diejenigen nicht, die trotz Niederlagen, Rückschlägen und Ungewissheit immer unterstützt haben, um solch einen Erfolg möglich zu machen - Ein inzwischen großes und starkes Team und tolle Sponsoren:


Unternehmen wie die SympaTec, die Volksbank im Harz, die Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld, der Wellnesswirbler, das Offene MRT Goslar, die VGH Geschäftsstelle Reinhold Hasse, das Outdoorcenter Harz, der Baumwipfelpfad Bad Harzburg, Karl Helpferer, das Fitnesscenter am Schlagbaum und Trail Tours Harz ermöglichten die Bewältigung vieler Kosten und machten den Weg zum Start frei.


Klausis Autovermietung ermöglichte schon bei vielen Projekten ein Begleitfahrzeug, in welchem sich Team und Material tagelang wohl fühlten. Das Autohaus Ruhmetal war beim 'Race around Germany' bereit dazu, ein fast neues Wohnmobil ohne Murren in den immer dynamischen Rennbetrieb zu verleihen.


Schlussendlich ist zahlreichen Materialsponsoren zu danken, wessen Material sich im Team und auf der Straße trotz der hohen Belastungen immer wieder als tauglich für das Ultracycling beweist. Dazu zählen Protective Teambekleidung, Schwalbe Reifen, Lupine Lampen, SRM Leistungsmessung, Felt Fahrräder, das Funksystem der Firma Ceecoach und Ersatzteile des örtlichen Zweiradhändlers Zweirad Langer.


Aus purem Glauben an Erfolg haben das Projekt die ARAL Tankstelle Herterich, Robert Roller, Familie, Freunde und weitere private Spender unterstützt.


Zum Projekt werden im Laufe der nächsten Zeit noch Berichte in den Medien, Film, Vortrag und Statements vom Team folgen. Die Saison 2018 ist in der Vorbereitung und eine jede Unterstützung ermöglicht es, wieder einen draufsetzen zu können.


Also - Gas geben. Vielen Dank !! :)

 

I have a dream - Thank's for making it possible !! :)

SympaTec System Partikel Technik | Volksbank im Harz | Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld | Lupine Lighting System | SRM Training System | Schwalbe Tires | Felt Bicycles | Protective Bikewear | Ceecoach Funksystem | Wellnesswirbler | Offenes MRT Goslar | VGH Geschäftsstelle Reinhold Hasse | Baumwipfelpfad Harz | Outdoor-Center-Harz | Fitnesscenter am Schlagbaum | Karl Helpferer | Klausis Autovermietung | Dextro Energy | Trail-Tours-Harz | Zweirad Langer | Ruhmetal Wohnmobil-Vermietung | Robert Roller | ARAL Herterich

Liveticker ab morgen 12:00 Uhr unter liveticker.fritzgeers.de

 

20. August 2017

An die Grenze

Es ist nicht das unnereichbare, was einen dazu antreibt immer weiter zu machen, sondern das bereits erreichte. Der, der immer nur das versucht zu erreichen, was er immer erreicht, wird auch nicht mehr erreichen, als das, was er sonst auch erreicht. Grenzen sind in vielen Bereichen gesetzt. Versucht man jedoch nicht an seine Grenzen heranzukommen, wird man auch nicht herauszufinden wo die Grenze ist. Grenzen nicht zu überschreiten ist das Ziel des Race around Germany 2017. 3.250 Kilometer gilt es ab nächster Woche Sonntag entlang der Grenze zu absolvieren - Ab geht's !! :)

Am heutigen Sonntag hatten zum zweiten mal Besucher des gut besuchten Baumwipfelpfad’s in Bad Harzburg auf der obersten Plattform die Möglichkeit, ein Rollentraining zu beobachten. Der Baumwipfelpfad Bad Harzburg unterstützt auch 2017 weiter die bereits gefahrenen, aber auch bevorstehende Ultracycling-Projekte. Zum Race around Germany als nächstes großes Projekt gab es viele interessante Fragen, denn 3.300 Kilometer auf dem Fahrrad zu fahren, ist für viele unvorstellbar. Beim Training auf dem Baumwipfelpfad wurden schlussendlich nach knappen drei Stunden 100 Kilometer auf der Rolle vollgemacht. Im nächsten Jahr wird es das publikumswirksame Training sicher wieder neben der schönen Aussicht in die Wipfel geben und in der lokalen Presse wird morgen darüber berichtet !! :)
 

Der Film zum Race across Germany 2017 ist online. Der Dank geht an das Team, viele Sponsoren und Unterstützer. Vielen Dank !! :)
 

Was bewegt und motiviert Menschen im Leben gegen viele Widerstände kämpfend, wieder und wieder für die Erreichung von Zielen zu kämpfen? Im Ultracycling sagt man, dass der umfällt, der im Leben und auf dem Rad still steht. Nicht umzufallen - Darum ging es vor dem Race across Germany fast ein Jahr lang. Rennen wurden abgebrochen, Projekte wurden nicht erfolgreich beendet und Krankheitsphasen, abgesagte Sponsorings und wackelnder Rückhalt in vielen Bereichen forderten Fokussierung, Mut und Motivation immer weiter zu machen. Rückblickend war es eine harte Zeit, in der jedoch Glaube, Konsequenz und Durchhaltevermögen stets vorhanden waren. Die harte Arbeit, das viele Training und der investierte Mut haben sich gelohnt.

Am Donnerstag den 29. Juni war das Konzept zum Projekt parat und abrufbereit, wie ein Schweizer Uhrwerk, an dessen hunderten Einzelteilen seit Jahren optimiert, verbessert und investiert wurde. Wie als würde dieses gerade seine Arbeit aufnehmen, begann die Reise nach Flensburg. Das Wetter war schlechter als gedacht, der Zeitplan nicht einzuhalten und die Stimmung noch am Tiefpunkt der folgenden Tage. Davon ließ sich dennoch keiner beunruhigen, denn Zuversicht, Ruhe und Geduld waren die Worte, auf die das Team eingeschworen war. Auch wenn es ein junges, unerfahrenes und zurückhaltendes Team war, es hielt am Konzept fest und dieses war sehr gut durchdacht, lange entwickelt und präzise vermittelt.

Der Weg zum Start am Freitag Morgen um 08:26 Uhr passierte im Dauerregen, jedoch nahezu reibungslos und wohl wissend, dass der der sich an Regen stört, nicht weit kommen würde. 30 Starter starteten, keinem einzigen wurde ernsthafte Beachtung geschenkt, jedoch einem jedem bei Begegnung viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Die dritte Flüssignahrung kam in Rennstunde zwei zusammen mit einem Schub Galle aus dem Magen hoch und verschwand irgendwo so, dass es keiner mitbekommen konnte, denn das Team ließ sich etwaige Missgeschicke auch nicht anmerken.

Das Team wusste gar nicht, wie gut es seine Aufgabe bis dahin schon gemacht hatte und so wurde überall weiter nach Optimierung gesucht, bis diese gefunden war. Bis zum Harzrand lief es nahezu nonstop top. Der zeitweise viele Verkehr, Regen und Wind änderten daran gar nichts. Bei Gifhorn ging es mit einer Starkregenfront, überdurchschnittlich schlechten Straßen und angeschalteten Lupine Lampen in die erste Nacht. Dem vielen Wind, Regen und der nahenden Kälte wurde keine Beachtung geschenkt. Das Team hatte alles im Griff, sodass selbst der Ausfall vom Ersteinsatz von Betreuerin Pauline auf dem Rad gar nicht mitbekommen wurde, ein erstes Müdigkeitstief einfach aufgelöst wurde und Kilometer 500 bei Marke erreicht war.

Dort standen Nachts um zwei Uhr einige den Liveticker eifrig lesende Menschen am Straßenrand und feuerten am heimischen Anstieg an. Das Team freute sich über milde Gaben, wie warme Würstchen, Kaffee und Schokobrötchen. Wie geplant verließ Betreuerin Marieke das Begleitfahrzeug, um auch in der Uni ausgeschlafen Klausuren schreiben zu können. Ungeplant und unkommuniziert blieb der Ausstieg von Pauline, sodass das Team nur noch zu dritt den Tritt durch die vielen kleinen steilen Anstiege des Eichsfelds vorantrieb.

Spät in der Nacht musste der erste 30-Sekunden Powernap her, über welchen sich im Nachhinein wie ein Rohrspatz aufgeregt wurde, weil sich der Schlaf wie 40 Sekunden anfühlte. Das Team kompensierte die Misstat mit Ersteinsatz von Ballermann-Musik, sodass in die längeren Anstiege des zweiten Morgens hinein gefeiert wurde. Die Teambekleidung von Protective schützte alle auch am zweiten Tag vor viel Regen, wenig Sonne und wiederum viel Wind.

Am Morgen lief es zäher, denn Knieprobleme kündigten sich an und das Streckenprofil besaß hier die meisten Höhenmeter. Die Schmerzen im Knie waren anschließend kaum noch ertragbar. An das Team wurde der Wunsch nach Schmerzmitteln durchgegeben, von Maik W. eingepackte Schmerzmittel lagen bereit und eine schwere Entscheidung musste her. Schmerzmittel, Ja oder Nein oder Abbruch? Die Entscheidung fiel gegen die Schmerzmittel, denn ein jeder Sportler sollte sich in solchen Momenten fragen, wo Doping anfängt: Doping fängt bei einer Schmerztablette an und so musste eine simple Salbe am Knie den Kopf daran glauben lassen, dass es besser geht.

Tritt um Tritt ging es zwar langsamer, dennoch ohne Rast und Ruh im konsequenten Tempo weiter über Anstiege bei Kassel hinein nach Bayern. Sport funktioniert auch ohne Schmerzmittel. 628 Kilometer waren trotz der harten Bedingungen und ersten Problemen innerhalb der ersten 24 Stunden zurückgelegt und gegen Mittag hörte es auf zu regnen. Regnete es nicht, ging es Berg auf, ging es Berg ab, herrschte nunmehr sehr starker Gegenwind, wurde es zunehmend wieder flacher, ging es mehrere Stunden auf einer viel befahrenen Bundesstraße gegen den Wind weiter. Diese verlassen dröhnte der Schädel und halluzinierte Geisterfahrer. Das schwerste Stück im ganzen Rennen. Ruhe musste her und ein klarer Kopf. Ein klarer Kopf und Ruhe mussten her. Eins zwei, drei, vier. Wo bin ich? Überall Autos, schimpfende Luxuskarossen, hupender Schwerlastverkehr.

Es musste weiter gehen, denn ein super Team musste bei Kilometer 775 durch einen weisen, ausgeschlafenen, alten Freund ergänzt werden. Vor Kitzingen flossen erste Tränen, weil dass Wiedersehen fast erreicht war. Artjom stand am Streckenrand bereit, angereist mit der Bahn, im Gepäck einen Einkauf für das Team und viel mehr nicht. Die Zeit für eine kleine Schlachtrede durfte genommen werden und es lief wieder rund. Artjom fand schnell ins Team und das sowieso schon feiernde Begleitfahrzeug fuhr nunmehr fast nur noch mit Musik, offener Seitentür und Gelächter in den Abend.

Artjom hatte auch Wind von der Seite hinten rechts mitgebracht, Maik W. seine Laufschuhe an den Anstiegen angezogen, Henning der seit zig Stunden Funk, Kamera und mehr gleichzeitig betreute konnte endlich schlafen und Maik C. lachte nur noch. Präzise wurde zwischen den Rädern gewechselt, wo nötig. Stündlich wurden Baustellen mit dem Rad durchquert und vom Begleitfahrzeug umfahren.

Mit 'Licht am Fahrrad, Licht am Fahrrad – Dynamo' ging es in die zweite Nacht, die noch einmal hart werden musste. In vollen Zügen schlug ab Mitternacht die Müdigkeit zu und wurde wieder und wieder abgewehrt. Kurz darauf folgten erneut starke Knieprobleme. Die Nahrung konnte nur noch im Stand eingenommen werden. Nach jedem kurzen Stopp musste das rechte Bein von einem Betreuer über das Rad gehoben werden. Die ersten Tritte waren schmerzhaft, die Kälte zog in die Nacht, es begann wieder zu regnen und ging oft steil Berg auf. Hier, mitten in der Nacht mit starken Schmerzen auf dem Rad war der Weg zum Ziel gar nicht mehr so lang und dennoch verschob sich die Ankunftszeit Stunde um Stunde weiter nach hinten. Das Knie bremste.

Der CEECOACH Funk sorgte für tolle Stimmung, trotz der Probleme. Ein wahres Geschenk in diesem Moment. Die Nacht wurde wieder zum Tag und der Kilometerstand sagte noch 90 Kilometer bis zum Ziel. Ein Sturz wurde halluziniert, der Kopf schlug in Gedanken hart auf den Asphalt auf. Am Straßenrand stehend war alles schwarz und dunkel. Die Betreuer entschieden, dass der erste lange Powernap mit fünf Minuten Länge unumgänglich sei. Wieder aufgewacht fehlte jegliche Orientierung, die Betreuer wurden nicht mehr wiedererkannt und die Aufgabe für das Gehirn lag nun scheinbar darin, Schilder am Straßenrand aufzustellen, Parkbänke zu prüfen und Mülleimer zu leeren, die gar nicht da waren. Ein kurzer Moment Klarheit gab die Info an die Betreuer weiter, im Zwei-Minuten-Takt daran zu erinnern, dass es mit dem Fahrrad nach Garmisch-Patenkirchen geht. Das Rad rollte, jedoch in Gedanken irgendwo auf einem Radweg an der Ostseeküste.

Es waren noch 48 Kilometer bis zum Ziel und plötzlich war der Kopf wieder in dieselbe Realität zurückgekehrt, in welcher sich der Körper seit fast zwei Tagen fortbewegte. Das Rennen lief gut, es regnete, aber war nicht kalt, das Team wurde wiedererkannt und es konnte voll fokussiert Richtung Ziel gehen. Das Team feierte, als hätte es 100 Millionen im Lotto gewonnen. Das Knie schmerzte immer noch und die Kräfte waren aufgebraucht, aber Garmisch-Patenkirchen war erreicht. Artjom befahl wie ein Feldherr, dass das Ortsschild nicht das Ziel sei und vom Gebrüll aus dem Teamfahrzeug angetrieben ging es noch auf dem Rad bis zur Olympiaschanze in Garmisch-Patenkirchen weiter.

Dort feierten einige Leute schon einen fünften Gesamtplatz, die Gesamtzeit von 49:38 Stunden und ein saucooles Team. 1110 Kilometer. Eiter, Blut und Schweiß wurden im wahrsten Sinne des Wortes unter Dusche abgewaschen, im Anschluss Burger verspeist und gelacht, als gäbe es nichts schöneres auf der Welt. Das Race across Germany war und ist ein voller Erfolg. Von 30 Startern mussten 16 das Rennen beenden, als einer der jüngsten ist Platz fünf eine top Platzierung und als Vorbereitung auf ein wirklich großes Projekt im Sommer 2017 geht es positiv weiter – Immer weiter !! :)

07. Juli 2017

I have a Dream

Es gibt viele Ultra-Radrennen. Die Bewältigung der meist tagelangen Strecken quer durch die Welt erfordert vor allem konsequente Vorbereitung, Geduld und den Glauben an das Ziel. Die Wahl des richtigen Ziels entscheidet darüber, wie der Weg zum Ziel aussieht. Der Weg zum Ziel ist meist nicht der, den man sich in seinen Träumen wünscht. Hingabe, Leidenschaft und Einsatz führen einen zum Ziel - Die Größe der Herausforderungen jedoch bestimmt, wie der Weg zum Ziel wirklich aussieht. Meist besteht der echte Weg zum Ziel dann doch aus Rückschlägen, Absagen und 2017 aus einem nicht ausreichendem Budget, um am großen Race around Ireland teilnehmen zu können. Das ist bitter, mag man sagen. Manchmal muss man die Segel drehen, wenn sich der Wind ändert. So viel Emotion, Freude und Spaß wie bereits jetzt schon auf dem Weg zu einem neuen Projekt geflossen ist, motiviert dazu immer weiter zu machen. Das neue Ziel verdient Ende August 2017 mit 3.300 Kilometern Länge und 23.000 Höhenmetern eben so viel Respekt, wie das alte und es hat gleich mehrere Einzigartigkeiten: Es geht darum, das Heimatland einmal komplett zu umrunden. Das Rennen ist eine offizielle Veranstaltung, die jedoch erst zwei Teilnehmer in den letzten Jahren beenden konnten. Im Alter von 21 Jahren der dritte zu sein ist ein Traum, der erfüllbar scheint. Unterstützt werden kann das Projekt mit einer freiwiligen Spende, erfüllt wird es durch Hoffnung, Zuversicht, Glaube und den Spaß, an dem es nicht fehlt. Filme, Vorträge, Liveticker, Livetracking, Bilder und Berichte wird es auch zu diesem Projekt geben !! :)

RAG2017.fritzgeers.de

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