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Fritz

Fritz

Presseberichte zum Raace across the Alps 2016 aus der Goslarschen Zeitung und dem Harzkurier !! :)
 

Das Race across the Alps war hart. Eine schlechte Nachricht ist, dass folglich die Salzkammergut MTB Trophy mit einer inneren Verletzung der Nase am ersten Anstieg abgebrochen werden musste - Eine gute Nachricht ist, dass damit die Saison nach einer Ruhephase nicht beendet ist. Das Team wird derzeit vorbereitet auf den Solostart beim 24H Rennen am Nürburgring und die 560 Kilometer lange Race around Austria Challenge !!:)
 

Das 540 Kilometer lange Race across the Alps [https://youtu.be/FQtyq7MLhIs] steckt in den Beinen und die Salzkammergut MTB Trophy steht morgen mit Start um 05:00 Uhr bevor. Seit Montag in Österreich, gilt es nach kleineren gesundheitlichen Rückschlägen seit Tagen fit für den Start zu werden und den Körper für das Rennen zu schonen. Das Wetter wird heiß, die Strecke größtenteils trocken und die Renndauer mehr als 12 Stunden lang sein. Schon beeindruckend ist der Vergleich zwischen Österreichs größtem Mountainbike Marathon und dem härtesten Eintagesradrennen der Welt .. !! :)
 

Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Seit rund zwei Jahren war es erklärtes Perspektivziel dieses Rennen zu beenden, um den Rekord als jüngsten Finisher aufzustellen. Am Start stehen viele der besten Ultracycling Athleten der Welt und das Starterfeld ist international. Das fünfköpfige Betreuerteam ist das bisher beste Team Fritz Geers - Ultrasportler und gut vorbereitet für die anstehende Herausforderung: Teamchef Bert, Teamarzt Henning, Mentalcoach Alexandra, Kameramann Moritz und Ernährungsprotokollantin Marieke. Das Projekt ist finanziert über langfristige Sponsoren, das Begleitfahrzeug vor Ort gemietet bei Klausis Autovermietung. Die Anreise zum Startort Nauders ist voller Staus und trotzdem wegen guter Kalkulation pünktlich erreicht. Das Briefing steht mit Livetelefonaten zum Race Across America im Zeichen des Ultracyclings. Die Unterkunft für die Nacht vor dem Rennen ist ein ruhig gelegenes Bauernhaus in einem echten Bergdorf. Das Teamfahrzeug muss außerhalb parken, weil die Gassen zu schmal sind. Die Anspannung vor dem Start ist groß, es gibt noch viele kleine Probleme zu lösen und Schlaf zu sammeln, so viel es geht. Es geht los. 540 Kilometer sind nichts, aber 14.500 Höhenmeter eine unbeschreibliche Aufgabe. Wie man es in allen vorhandenen Berichten lesen kann, ist das Tempo nach dem Start auf den Reschenpass hoch und wie es der Wetterbericht vorhersagt steht die Hitze in den Tälern. Der erste Pass des Race Across the Alps ist der Stelvio, bekannt auch als Stilfser Joch oder zweithöchster Pass der Alpen, höchster Pass Italiens und Touristenhotspot schlechthin. Hier geht das Rennen los und ein Tempo wird angezogen, als gäbe es keinen nächsten Morgen mehr. Der Anstieg beginnt quasi nach einem Drittel bei 600 Höhenmetern mit seinen 48 Kehren, schlechtem Straßenbelag und hohen Temperaturen. Es läuft gut und das Betreuerteam leistet hier erstmals Arbeit im Rennen, nachdem es schon den Weg zum Start bestmöglich gemeistert hat. Auf 2757 Meter Höhe ist der Pass überwunden und die erste gefährliche Abfahrt steht bevor. Um sich die Dimensionen klar machen zu können, muss man das gewaltige Bergmassiv selbst gesehen haben oder technisch sauber selbst einmal eine halbe Stunde schnell nur Bergab gefahren sein. Der Gavia Pass ist der nächste Pass. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Rücken, Hände und Füße schmerzen von der letzten Abfahrt, die Hitze ist unerträglich, die Straße voller Risse oder Löcher und die Steigung ist unregelmäßig. Der 2618 Meter hohe Gavia Pass ist die Hölle auf Erden und der Gedanke des Aufgebens geht beinahe in Erfüllung. Lunge und Herz fehlt unter der hohen Belastung in der Höhe der Sauerstoff und mental ist es eine Mammutaufgabe nicht daran zu denken, wie viele tausende Höhenmeter noch folgen. Nachdem an der Passhöhe plötzlicher Regen hereinbricht, geht es hochkonzentriert irgendwann nach stundenlangem Kampf wieder Berg ab auf einer schmalen kaputten Straße am Abgrund. In dunklen nassen Tunneln und Gallerien sammeln sich Schlaglöcher und als Gefahrenstelle ließe sich in Deutschland die gesamte Abfahrt deklarieren. Es ist verdammt hart und es ist verdammt anstrengend. Ein schönes Stück Arbeit ist der folgende Aprica Pass, wenn man nur an den nächsten Pass denkt, der wie ein spitzer Stachel im Höhenprofil steht. Egal sind die 193 zurück gelegten Kilometer bei ständig extremem Wechsel von Luftdruck, Temperatur und Höhe. Es wird bald dunkel. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Der Funkspruch ins Teamfahrzeug lautet, dass der Mortirolo Pass die Hölle wird. Es geht in italienischer Abendhitze von 400 Metern Höhe auf fast 1900 Meter Höhe - auf nur 11 Kilometern ohne bisher einmal gestoppt zu haben. Die Beine brennen, der Kopf ist hochkonzentriert, das Betreuerteam hellwach und die Steigung extrem, gefühlt endlos lang und ungleichmäßig. Nonstop können einige Starter überholt werden und dennoch dauert es fast eineinhalb Stunden, bis die Passhöhe in tiefer Dunkelheit erreicht ist. Der Wunsch nach einem ersten Stopp geht hier in Erfüllung, das Team leistet perfekte Arbeit und nach einer halben Minute geht es mit nun angebautem Lupine Licht, angezogener Jacke und geölter Kette in die schmale Waldabfahrt. Der Aprica Pass ist zum zweiten Mal ein schönes Stück Arbeit, wenn man bedenkt, dass der nächste Anstieg zum Bernina mit fast 2000 Höhenmetern der längste des Rennens ist. Der Kontakt zum Teamfahrzeug ist einseitig, denn es ist so anstrengend, dass sprechen kaum noch möglich ist. Der Anstieg zum Bernina Pass dauert so lange, dass oben schon fast die Sonne aufgeht und die Müdigkeit einschlägt. Konstant zieht sich der 37 Kilometer lange Anstieg in den Schweizer Teil der Strecke. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Es ist eine unfassbare Herausforderung, die nicht erfüllbar ist und nun wenigstens erst am Albula oder Flüela Pass aufgegeben werden soll. Die Abfahrt vom Bernina Pass ist verhältnismäßig kurz und unverhältnismäßig kalt. Der Lenker wackelt von der Kälte und starker Nebel steht im Tal, dass kurze Zeit später über den Albula Pass verlassen werden soll. Der Albula Pass ist landschaftlich wunderschön, nur leider noch im Dunkeln einfach nur eine steile schmale Straße, die aber nicht ganz so kaputt ist, wie die bisherigen steilen schmalen Straßen. Unspektakulär konstant ist die Passhöhe auf 2312 Metern erreicht und es geht in eine lange Abfahrt mit technisch anspruchsvollen Kurven. Es ist kalt und läuft deshalb überhaupt nicht gut. Sekundenschlaf setzt ein und sobald das Teamfahrzeug am Fuß des nächsten Anstiegs aufgeschlossen hat, muss der lang ersehnte Wunsch nach einem einminütigen Powernap in Erfüllung gehen. Von der längsten Schlafpause des Rennens aufgewacht, ist das Licht abgebaut, Funk getauscht und die richtige Bekleidung angelegt. Eine saubere Arbeit des Teams. Direkt weiter geht es zum Flüela Pass. Unerwartet lang dauert es, bis die Passstraße nach rund 30 Kilometern leichtem Anstieg überhaupt erreicht ist und auch ein Tunnel ist mit 2,7 Kilometern Länge deutlich länger als bei der Einfahrt erwartet. Im Flüela Pass attackiert die Müdigkeit erneut mit Halluzinationen und es wird im Nachhinein behauptet, dass Schlangenlinien in den Gegenverkehr der Grund für sich ständig wiederholende Warnungen vor Autos auf der Straße waren. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Es fängt an zu regnen, ein dreißig Sekunden Powernap muss her und die 2383 Meter hohe Passhöhe ist noch nicht erreicht. Oben führt kein Weg am nächsten Kurzstopp für die Regenhose vorbei und unter Schlafmangel geht es in die nasse Abfahrt, die ohne Leitplanken am Abgrund verläuft. Souverän und sicher kann rund 20 Minuten später unten in glühender Hitze in sekundenschneller Arbeit die Regenbekleidung wieder abgelegt werden und sich dem Teil des Rennens gewidmet werden, an dessen Befahrung zuvor nicht mehr zu denken war. Es geht in den Ofenpass, welcher mit zweiteiligem Anstieg auf die 2149 Meter hohe Passhöhe einer der leichteren Pässe ist. Die Müdigkeit ist wieder ertragbar und die Arbeit des Teams nimmt richtig Fahrt auf. Nach einer leichten Abfahrt geht es scharf rechts.  Mit hohem Kilometerstand steht der Umbrailpass bevor, der mit einer Abfahrt von Sage und Schreibe gefühlten zwei Höhenmetern im Anstieg zum Stelvio Pass endet, um dessen Passhöhe zum zweiten mal im Rennen zu erreichen. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Sehr lange geht es bergauf, es ist steil und es ist ein großes Treckertreffen, welches zeitgleich die verbleibende Luft in der Höhe mit Abgasen vermischt. Bis die 2757 Meter hohe Passhöhe des Stelvio Passes erreicht ist, ist es ein langer, harter und qualvoll konstanter Kampf, welchen die nun folgende Abfahrt dennoch toppen kann, die ebenso lang wie qualvoll ist. Es herrscht bei hohem Verkehrsaufkommen totale Anarchie zwischen Fahrrädern, Motorrädern, Treckern und Sportwagen, rechts ist eine kleine Mauer, bevor es in den Abgrund geht und die schlechte Straße tut derart in Händen, Nacken und Füßen weh, dass eine Pause in der Abfahrt eingelegt worden wäre, wenn es nicht so viele blöd guckende Radtouristen gegeben hätte. Das Race across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Die Hitze glüht. Nach über 500 gefahrenen Kilometern muss ein kurzer Stopp her, weil die Einnahme von Flüssigkeit und Flüssignahrung im Fahren kaum noch möglich ist. Zeitgleich werden kalte Tücher zum runterkühlen an den richtigen Körperstellen aufgelegt, denn wie schon im Gavia Pass verursacht die Hitze extreme Kopfschmerzen. Der Reschenpass steht als letzter Anstieg zum Ziel bevor und es herrscht starker Rückenwind, was im ersten Moment in den Ohren aller Radfahrer positiv klingt. Eine gewaltige Gewitterfront treibt mit dem schönen Wind mit, sodass es kurz vor Ende des Anstiegs anfängt zu schütten und die Luft um 25 Grad kälter wird, alles vor Nässe trieft und die Kurbel nach Verpulverung der letzten Kräfte kaum noch rumzubekommen ist. Es ist bitterkalt. In Starrhaltung lässt es sich irgendwie die letzten Kilometer ohne Pause für eine Regenjacke ins Ziel nach Nauders rollen, welches wegen des Gewitters in sich zusammen gebrochen ist. Ganz ruhig und sprachlos pellen die Betreuer in der Umkleide eines Sportgeschäfts die triefende Kleidung über Sonnenbrand und Blasengebiete ab und servieren Tee, warme Decken und trockene Kleidung. Von 37 international starken Startern haben es gerade einmal 23 ins Ziel geschafft und als jüngster Starter der Renngeschichte darf der Finisher Pokal mit einer Zeit von 26:20 Stunden bei der Siegerehrung neben Vorbildern des Ultracyclings auf Platz 12 gestemmt werden. Dankeschön an alle Sponsoren, Unterstützer und an das unglaublich effizient arbeitende Team. Das Race Across the Alps ist das härteste Eintagesradrennen der Welt. Ungelogen !! :)

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14.500 Höhenmeter und 540 Kilometer gilt es beim Race Across the Alps nonstop zu bewältigen. 14.500 Höhenmeter. Das sind zwölf Alpenpässe, also zwölf Passstraßen. Keine leichte Aufgabe. Es gilt als härtestes Eintagesradrennen der Welt. Eine große Herausforderung. Perspektivisch aufgestellt steht das fünfköpfige Betreuerteam um Teamchef Bertram Eversmann mit Teamarzt Dr. Henning Borchert, Mentalcoach Alexandra Cornelius, dem Mann für die Kamera Moritz Thömen und Ernährungsprotokollantin Marieke Moritz parat. Ein Begleitfahrzeug in Kleinbusgröße beinhaltet sämtliche technische Gerätschaften vom Funk bis zum externen Notstrom-Akku. In einem zwanzig Seiten langem Skript sind sämtliche Basics der Teamarbeit erklärt. Die Vorbereitung lief gut und dennoch ist die Anspannung jetzt groß, denn Europas Ultracycling Elite steht am Start. Unter anderem der Sieger des letztjährigen Race Across America. Ziel ist es, erst einmal durchzukommen. Die Strecke entspricht der des Maratona dles Dolomites (138 km), des Dreiländergiro (168 km) und des Ötztaler Radmarathons (238 km) zusammen oder mehr als zweimal der Salzkammergut MTB Trophy aus Sicht eines Mountainbikers. Die Befahrung der Pässe bei Nacht, die extremen Höhenunterschiede und das junge Alter von 20 Jahren stellen zusätzliche Herausforderungen. Einen Liveticker gibt es ab morgen Mittag auf der Fritz Geers – Ultrasportler. facebook-Seite. Viel Spaß und Freude !! :)
 

Noch fünf Tage bis zum Start des Race Across the Alps 2016 - die Vorvorbereitungen sind abgeschlossen und nun wird gepackt, geputzt, gemietet, gegessen, geschlafen und gebrieft was das Zeug hält !! :)
 

Presseberichte zum Deutschen Meistertitel im 24H MTB Solo 2016 aus der Goslarschen Zeitung und dem Harzkurier vom 9. Juni 2016 - weitere Berichte vom NDR & NOZ online hier & hier !! :)
 

Die Erschöpfung ist groß, genauso wie die Freude. Beinahe kommen die Tränen, als der eiserne Pokal zum Titel des Deutschen Meisters im 24 Stunden Solo Mountainbike übergeben wird. Es war ein fairer Wettkampf mit sehr fairen Teilnehmern. In Millimeter dicke Staubschichten gehüllt umarmt man sich vor der Siegerehrung und gratuliert dem anderen zu seiner großartigen Leistung. Das ist viel wichtiger als jedes Fernsehinterview oder Statement zu den über 508 gefahrenen Kilometern. Kurz zuvor wurden noch in unterirdisch langsamen Rundenzeiten die letzten Kräfte in der seit einem Tag herrschenden Hitze auf der 12 Kilometer langen Runde um den Alfsee bei Osnabrück verpulvert. Nicht nur die Sonne scheint stark, sondern auch die Gegner, welchen erst am Ende der Nacht nach Leistungseinbrüchen einige Minuten aufgedrückt werden konnten. Das alles über 24 Stunden, was eine ganz schön lange Zeit ist. Der Fahrstil erfordert auch noch in den Morgenstunden viel Konzentration, die Fahrweise viel Konstanz und die Psyche viel Kraft. Die Strecke ist sicher keine typische Mountainbike Strecke, aber typisch für 24 Stunden Rennen. Nach vielen Stunden tut sie so weh, dass jede Passage die beim ersten Abfahren noch einfach schien, plötzlich doch schwer ist. Wo es nur gerade aus geht, muss in der Nacht gegen starken Sekundenschlaf und Halluzinationen angekämpft werden. Wo es ohne großen technischen Anspruch den Deich steil Berg auf und Berg ab geht ist saubere Arbeit für den Kopf gefragt. Wo es nur über eine gemähte Wiese geht schmerzen die Hände, die Gelenke und das Gesäß so sehr, dass man am liebsten schieben würde. Während die Sonne auf geht leistet das Betreuerteam perfekte Arbeit. Gleichzeitig ist in Sekundenschnelle das Licht abgebaut, die Brillengläser für den Tag getauscht und die Kette frisch geölt. Es werden Runde für Runde die richtige Nahrung und das richtige Getränk angereicht, um ohne anzuhalten weiterfahren zu können. Mental ist die Nacht ein Geduldsspiel, dass man nicht verlieren sollte, denn man sagt, dass der, der in der Nacht vorne ist, auch am Ende die Nase vorne hat. Auf Platz zwei liegend ist in dieser Rennnacht vor den besagten Leistungseinbrüchen der Gegener nicht mehr mit dem großen Titel zu rechnen und die Angst vor einem erneuten Müdigkeitstief groß. Ununterbrochene Koffeinversorgung drückt unerbittlich aus einem Loch bei Mitternacht, bei dem ein 30 Sekunden Powernap her musste. Nur wenige Minuten zuvor endete eine Runde auf einer langen Gerade im Straßengraben und die Verzweiflung war groß. Viel früher als erwartet wurde die Nacht zum großen Gegner, was auch das Betreuerteam nach unten zog. Bei einem der drei kurzen Stopp's des Rennens wird das Licht am Abend blitzschnell angebaut und Worte wie 'es sieht gut aus' gesprochen. Der Gedanke 'Du siehst schlecht aus' ist spürbar im Unterton, aber die Motivation ist groß genug, um dem mental standzuhalten. Vor dem Abend hat man schließlich schon mehrmals mit dem Gegner die Führungsrolle gewechselt. Man gibt sich jedes mal kurz die Hand und spendet ein paar aufmunternde Worte. Ganz großer Sport. Schon hier ist klar, dass diejenigen die bereits zwei kurze Gewittereinbrüche nonstop durchfahren haben nicht irgendwelche sind. Jenen war an der Startlinie genau klar, warum sie beim 24 Stunden Rennen am Alfsee starten und die Stimmung ist genau deshalb ruhiger und gelassener, als bei jedem anderen Rennen. Unvergleichbar. Bis zur Startlinie war es ein weiter Weg der Vorbereitung, unterstützt von vielen Sponsoren, die erst einmal gefunden werden mussten. Die vierstündige Anfahrt mit Teamchef Bert und Vereinskollege Steffen am sonnigen Morgen des 4. Junis ist ein winziger Wegabschnitt dagegen. In der Vorbereitung wäre nicht an den deutschen Meistertitel zu denken gewesen !! :)

Morgen zählt's - improvisieren trainieren. Mit einem Solostart bei den Deutschen Meisterschaften im 24 Stunden Mountainbike steht der erste richtig wichtige Wettkampf in 2016 an. Dabei sind eine Menge Ausrüstung, die auch beim Race Across the Alps Ende Juni zum Einsatz kommen soll. Unter anderem soll die ausschließliche Ernährung über Flüssignahrung getestet werden, das Filmen im Betreuerteam trainiert werden und an einer guten Kommunikation mit dem Betreuerteam gefeilt werden. Die Anspannung ist wie zu erwarten groß, denn 24 Stunden auf dem Mountainbike sind lang, eine Deutsche Meisterschaft wird selten ohne starke Konkurrenz ausgetragen und die Erwartungen sind hoch. Persönliches Ziel ist trotzalledem nicht die gute Position in der Ergebnisliste, sondern eine solide Gesamtleistung aus Spaß im Team, gutem Film und ununterbrochenem Fahrfluss zu erbringen. Teamchef Bert und Vereinskollege Steffen bilden im Pavillion die Basis dafür - einen Liveticker gibt es morgen auf der Fritz Geers - Ultrasportler. facebook-Seite ab 14:00 Uhr !! :)
 

Das vergangene Radsportwochenende begann am Freitag mit der 500 Kilometer langen Anreise in's tcheschische Klatovy, wo am folgenden Tag der zweite Lauf der stark besetzten Marathon Man Europe Rennserie seine Austragung fand. Eine gute Weile nachdem die Frage nach einem Einzel- oder einem Massenstart der rund 2800 Starter mit den Vereinskollegen im Auto gekärt war, war die unschlagbar günstige Übernachtungsstätte um kurz nach elf in der Nacht bezogen, die Startunterlagen abgeholt und es ging noch etwas schnelles essen. Das Rennen stand nach einer harten Trainingswoche als Trainingsrennen im Trainingsplan und bot über 105 Kilometer Länge ein Sägezahn-Höhenprofil. Am Start um 7:30 Uhr war das Wetter warm und pünktlich zum Startschuss meldete die Kamera ihren Dienst mit Speicherproblemen ab, sodass es leider kein Video der Veranstaltung gibt. Es folgte eine rund 10 Kilometer lange Jagd in die vorderen Grüppchen und der Anschluss an selbige, die nun nach und nach langsame und schnelle Fahrer aussortieren wollten. Es blieb Berg ab bei den schnelleren Fahrern, was zeigt, dass viel Fahrtechniktraining und Besuche des Fitnesscenter am Schlagbaum Wirkung haben und das schlechte Downhills so langsam der Vergangenheit angehören. Am Berg wurde die erste Rennhälfte dafür lockerer angegangen, jedoch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, so beim letzten großen Marathon in Riva völlig unausbelastet den Zielstrich überquert zu haben. So fand nach vielen kurzen steilen Anstiegen in der Mitte des Rennens die Aufnahme neuer Geschwindigkeit statt, um eine Platzierung unter den besten 50 Startern zu festigen. Das klappte gut und Fahrer für Fahrer wurde eingeholt, bis es richtig anstrengend wurde oder anders gesagt die starken Gegner erreicht waren. Die Sonne brannte, die schnellen Trails rollten und die Verpflegungstationen konnten flüssig mit Flüssigkeitsaufnahme über angereichte Becher durchfahren werden. Im Ziel stand neben einer guten Zeit ein guter 32. Gesamtplatz und 22. Platz in der Herren Elite auf dem Papier und es gab Gulaschsuppe, was auch nochmal viel zum großen Spaßfaktor des erfolgreichen Renntags beitrug, der bald mit der Rückreise auf der Autobahn fortgesetzt wurde. Weil es gerade so gut lief oder aus irgend so einem ähnlichen Grund wurde beschlossen, am Sonntag spontan in Dassel beim Mountainbike Marathon zu starten, der jedoch nicht so stark besetzt war und auch eine vergleichsweise sehr anspruchslose Strecke mit wenig Höhenmetern zu bieten hatte. Genauso spontan wie in der anbrechenden Nacht zuvor der Start beschlossen wurde, fiel auch die Streckenwahl auf die 28 Kilometer, um Teamkollege Patrick Windschatten zu spenden. Dies erübrigte sich leider, nachdem im ersten Kilometer die vorrausfahrenden der Spitzengruppe stark bremsten und die Kontrolle über das Fahrrad im Schlamm stecken blieb. Ein folgender Fahrer brachte mit seiner Überfahrung den Sattel zu Bruch und Garmin und der grade Lenker waren verloren. Alles wiedergefunden und zurechtgebogen ging das Rennen mit viel Rückstand und halbem Sattel weiter. Viele Fahrer konnten noch eingeholt werden und es reichte im Wiegetritt zum 6. Gesamtplatz und 3. Platz in der Altersklasse. Teamkollege Patrick holte auch ohne Windschatten den Sieg - ein Radsportwochenende ohne Video trotzdem gut zu Ende gebracht, bevor nächste Woche der wichtige Start bei den deutschen Meisterschaften im 24H MTB ansteht !! :)
 

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